Geotop Wackersdorfer Braunkohle - Geotop Nr. 99
Eine weite Seenlandschaft, das Relikt des hier bis in die 1980er Jahre umgehenden Braunkohlebergbaues, prägt heute die Umgebung von Wackersdorf. Bis 1982 wurde im Bereich Wackersdorf / Steinberg am See durch die Bayerische Braunkohle Industrie AG (BBI) im großen Stile Braunkohle abgebaut. Viele Tagebaugruben wurden noch während der Zeit der Kohleförderung mit Abraum aus neuen Gruben aufgefüllt. Nach dem Ende der BBI hat man mit großem Erfolg versucht, durch Rekultivierung die restlichen Gruben wieder ins Landschaftsbild zu integrieren. Hierbei sind beispielsweise der Murner See, der Brückel See und der Steinberger See entstanden, die heute ein überregional bekanntes Freizeit- und Erholungsgebiet bilden. Im ehemaligen Abbaugebiet Westfeld südlich von Wackersdorf ist noch heute ein Kohleflöz sichtbar. Dieser geologisch und bergbaugeschichtlich bedeutende Aufschluss stellt das Geotop Nr. 99 dar. Die E.ON Energie AG, die Eigentümerin der Grundstücke ist, auf denen sich das Geotop befindet, gestattet der Gemeinde Wackersdorf den Bereich des Geotops der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gemeinde übernimmt im Gegenzug die Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht für die Vertragsfläche. Durch E.ON wurden eine Besucherplattform sowie ein entsprechender Zugang errichtet. Dabei wurde mittels besucherlenkender Maßnahmen, wie Geländer, Aussichtsplattform und Abgrenzungen, darauf geachtet, dass die Natur des Geotops nicht durch die Besucher beeinträchtigt wird. Dieser Eintrag erfolgt über die Content-API eT4 META® der hubermedia GmbH (http://hubermedia.de/et4-meta). - Bauten und Denkmäler
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Theresia-Gerhardinger-Haus
Das Theresia-Gerhardinger- Haus kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bis 1722 war es eine Reiterkaserne, danach Franziskanerkloster mit großer Klosterkirche von 1723. 1802 wurde das Kloster säkularisiert. Maria Theresia Gerhardinger und Franz Sebastian Job gründeten 1833 in Neunburg vorm Wald den Orden der „Armen Schulschwestern“. Als Gründungshaus des Ordens der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ hat die Niederlassung in Neunburg vorm Wald eine besondere Bedeutung. Hier begann Karolina Gerhardinger mit zwei Gefährtinnen ein klösterliches Leben, das auf Erziehung und Bildung ausgerichtet war. Die ersten Schwestern übernahmen fortan die Mädchenschule und bereits ab 1834 gewährten sie Neunburger Kindern in einer kleinen „Bewahranstalt“ frühkindliche Förderung; Waisenkindern schenkten sie liebevolle Fürsorge und in einer Suppenküche erhielten arme Kinder eine warme Mahlzeit. Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, wie sich Karolina nach ihrer Gelübdeablegung nannte, erstellte 1850 einen „Leitfaden für Kinderbewahranstalten“, in dem sie die grundlegenden neuen Ideen von Friedrich Fröbel (1782-1852) aufgriff und weiterentwickelte. Das Theresia-Gerhardinger- Haus kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bis 1722 war es eine Reiterkaserne, danach Franziskanerkloster mit großer Klosterkirche von 1723. 1802 wurde das Kloster säkularisiert. Maria Theresia Gerhardinger und Franz Sebastian Job gründeten 1833 in Neunburg vorm Wald den Orden der „Armen Schulschwestern“. Als Gründungshaus des Ordens der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ hat die Niederlassung in Neunburg vorm Wald eine besondere Bedeutung. Hier begann Karolina Gerhardinger mit zwei Gefährtinnen ein klösterliches Leben, das auf Erziehung und Bildung ausgerichtet war. Die ersten Schwestern übernahmen fortan die Mädchenschule und bereits ab 1834 gewährten sie Neunburger Kindern in einer kleinen „Bewahranstalt“ frühkindliche Förderung; Waisenkindern schenkten sie liebevolle Fürsorge und in einer Suppenküche erhielten arme Kinder eine warme Mahlzeit. Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, wie sich Karolina nach ihrer Gelübdeablegung nannte, erstellte 1850 einen „Leitfaden für Kinderbewahranstalten“, in dem sie die grundlegenden neuen Ideen von Friedrich Fröbel (1782-1852) aufgriff und weiterentwickelte. Das Theresia-Gerhardinger- Haus kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bis 1722 war es eine Reiterkaserne, danach Franziskanerkloster mit großer Klosterkirche von 1723. 1802 wurde das Kloster säkularisiert. Maria Theresia Gerhardinger und Franz Sebastian Job gründeten 1833 in Neunburg vorm Wald den Orden der „Armen Schulschwestern“. Als Gründungshaus des Ordens der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ hat die Niederlassung in Neunburg vorm Wald eine besondere Bedeutung. Hier begann Karolina Gerhardinger mit zwei Gefährtinnen ein klösterliches Leben, das auf Erziehung und Bildung ausgerichtet war. Die ersten Schwestern übernahmen fortan die Mädchenschule und bereits ab 1834 gewährten sie Neunburger Kindern in einer kleinen „Bewahranstalt“ frühkindliche Förderung; Waisenkindern schenkten sie liebevolle Fürsorge und in einer Suppenküche erhielten arme Kinder eine warme Mahlzeit. Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, wie sich Karolina nach ihrer Gelübdeablegung nannte, erstellte 1850 einen „Leitfaden für Kinderbewahranstalten“, in dem sie die grundlegenden neuen Ideen von Friedrich Fröbel (1782-1852) aufgriff und weiterentwickelte. Bildnachweis: Stadt Neunburg vorm Wald - Theresia-Gerhardinger-Haus Dieser Eintrag erfolgt über die Content-API eT4 META® der hubermedia GmbH (http://hubermedia.de/et4-meta). - Bauten und Denkmäler
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