Berg Fidel - Eine Schule für alle
📣 Nächste/r: 29.09. 18:00: LICHTWERK Kino Schwandorf: »Wenn Kinder nicht von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind, wann dann?« Mit dieser Frage begleitet der Zuschauer Regisseurin Hella Wenders (die Nichte des bekannten Regisseurs Wim Wenders) über drei Jahre hinweg bei ihren Filmaufnahmen in der inklusiven Grundschule »Berg Fidel« in Münster. Dort gehören alle dazu, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Beeinträchtigung. Der hochintelligente David, sein Bruder Jakob, der am Down-Syndrom erkrankt ist, Anita, die Topmodel werden möchte, und Lucas, der Spezialist wenn es um Autos geht, werden in Wenders´ Film ganz besonders unter die Lupe genommen. Sie werden bei Diskussionsrunden begleitet, schlichten Streit in einem Gremium, helfen sich gegenseitig bei den Schulübungen und sprechen offen und selbstbewusst über ihre Schwächen und Stärken. So sagt David einmal: »Ich hab´ halt meine Nachteile am Körper, dafür bin ich in den anderen Dingen sehr gut«. Mit viel Witz und Charme erzählen die vier kleinen Protagonisten aus ihrem Schulalltag und sagen in ihrer unvergleichlichen Weise mehr Wahres, als so mancher Erwachsener. Berg Fidel ist ein Film über eine Schule, die nicht nur als Vorbild für andere Schulen, sondern auch als Vorbild für unsere Gesellschaft dienen sollte. Denn selten sieht man Menschen sich gegenseitig so selbstverständlich im Alltag und bei Problemen unterstützen, wie es die Kinder dieser Schule tun. - ZWICKL - Dokumentarfilmtage
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Fahr ma obi am Wasser
📣 30.09. 19:30: LICHTWERK Kino Schwandorf: Fahr ma obi am Wasser zeigt, was Dokumentarfilm alles kann: nämlich ein unprominentes Thema in der Tiefe unterhaltsam auszuleuchten und so für jeden zugänglich werden zu lassen. Wer weiß schon was übers Flößen? Kaum einer, der nicht direkt dort aufgewachsen ist, wo es betrieben wurde. Entlang den Quellen der Loisach und der Isar vom Hinterautal bei Scharnitz über Wolfratshausen bis nach München. Höchst interessant ist es allemal, denn das Flößen ist eigentlich ein urbayerisches Thema und gehört zu unserem Kulturgut. So wird im Verlauf des Films deutlich, welch große Bedeutung die Flößer seit dem frühen Mittelalter für Oberbayern, München und für die anderen Städte an der Isar hatten. Nachfahren von alteingesessenen Flößerfamilien, sowie die letzten noch tätigen Flößer, aber auch Handwerker, Historiker, Musiker und Archivare kommen zu Wort und zeichnen ein lebendiges Bild vergangener Zeiten. In bisher nicht gesehenen Archivaufnahmen aus den 1920er und 1930er Jahren zeigt der Film auch die harte Arbeit der Holzknechte in den Wäldern des bayerischen Oberlandes und den Holztransport im Sommer und im Winter zu den Flüssen, von wo aus die Stämme verflößt wurden. Es war eine höchst gefährliche Arbeit in den meist steilen Berghängen, voller Entbehrungen, bei der es jedes Jahr viele Unfälle mit Verletzten und auch Toten gab. Beginn: 19.45 Uhr Der Regisseur Walter Steffen kommt nach dem Film zum Gespräch vor die Leinwand. - ZWICKL - Dokumentarfilmtage
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Die Geschichte vom weinenden Kamel (Deutsche Synchronfassung)
📣 01.10. 13:00: LICHTWERK Kino Schwandorf: Irgendwo in den unendlichen Weiten der Wüste Gobi leben fernab der Zivilisation vier Generationen der Familie Amgaa. Die Viehzüchter sind Nomaden, die auf ursprüngliche Art und Weise in Jurten leben und durch ihr Leben und Arbeiten tief mit der Natur und deren Gegebenheiten verbunden sind. Als im Frühjahr die ersten Kamelfohlen geboren werden, werden diese mit geschmückten Halftern freudig empfangen. Eine Kamelstute verstößt ihr weißes Junges jedoch nach einer schweren Geburt. Als die Mutter auch nach langem Zutun der Familie ihr Junges noch immer nicht annimmt, sehen die Hirten nur noch eine Möglichkeit, um das Fohlen vor dem sicheren Tod zu bewahren. Die beiden Söhne werden losgeschickt, um in der nächsten Siedlung einen Geigenspieler zu finden, der durch ein altes musikalisches Ritual die Kamelmutter zum Weinen bringen soll. Nur so kann der Legende nach die Liebe zu ihrem Fohlen wieder geweckt werden. Mit ihrem Abschlussfilm der Filmhochschule München haben die Mongolin Bayambasurenund der Italiener Luigi Fatorni einen wunderbar poetischen Dokumentarfilm geschaffen, der auf eine ruhige, unaufdringliche Art den Zuschauer in die einfache und entschleunigte Welt der mongolischen Hirtennomaden eintauchen lässt, die sich zwar dem Wandel der Zeit nicht entziehen kann, in der es aber immer noch Platz für Wunder und Märchen gibt. - ZWICKL - Dokumentarfilmtage
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Über die Jahre
📣 Nächste/r: 01.10. 15:00: LICHTWERK Kino Schwandorf: Wann, wenn nicht zu unserem Themenblock 2017, könnte das ZWICKL eine filmische Langzeitbeobachtung, die drei Stunden dauert, zeigen? Schließlich geht es hier um das Leben, das in Bewegung ist und die Frage, was nach dem Vergehen der Zeit so alles übrig bleibt. Der Film beginnt 2004, als die Anderlfabrik, ein Textilunternehmen im niederösterreichischen Waldviertel, sich kurz vor der Schließung befindet. Einst gab es hier 200 Mitarbeiter, nun erscheint die Fabrik mit den alten Maschinen mehr wie ein Museum mit seinen nur noch wenig gebliebenen Mitarbeitern. Doch Über die Jahre endet nicht nach der Schließung, sondern beginnt hier erst. Der Film begleitet sechs Schicksale der nun arbeitslosen Mitarbeiter über weitere zehn Jahre hinweg. Erst 2014 beendet Regisseur Nikolaus Geyrhalter seine Dreharbeiten. Aus dieser Langzeitbeobachtung ist ein dreistündiger Dokumentarfilm geworden, der das äußerliche Altern der Protagonisten genauso zeigt, wie die inneren Gänge des Lebens. Doch nicht spektakulär aufbereitet ist dieser Film, sondern so wie das Leben selbst: Mal passiert viel, mal wenig und manchmal gar nichts. Oder wie es die Duisburger Filmwoche in ihrer Jurybegründung beschreibt: »Über die Jahre bilanziert auf respektvoll-zugewandte Weise einen Posten, der in den kühlen Kalkulationen der Profitmaximierung ›Humankapital‹ heißt – er porträtiert Menschen, die sich nie in den Vordergrund stellen würden, und er bringt Leute zum Reden, die nicht wissen, was an ihren Routinen interessant sein sollte.« - ZWICKL - Dokumentarfilmtage
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Rad der Zeit
📣 Nächste/r: 01.10. 16:00: LICHTWERK Kino Schwandorf: In Rad der Zeit begibt sich Werner Herzog zum buddhistischenRitual der Kalachakra Initiation nach Bodh Gaya (Indien). Hier meditieren über 500.000 Pilger aus Nepal, Indien und Tibet unter dem Vorsitz des Dalai Lama. Grund für die vielen Pilger sich hier einzufinden, ist das Kalachakra Ritual, was »Rad der Zeit« bedeutet. Das in mehreren Tagen von Mönchen angefertigte Sand-Mandala soll den nach Erleuchtung strebenden Geist visualisieren. Werner Herzog nimmt hier aber keine klassische Dokumentation des Rituals oder der Religion vor, sondern lässt sich treiben und taucht tief in die Spiritualität dieser Menschen ein. Er filmt die unglaubliche Pilgerreise zum Kailash, bei der manche Pilger Jahre harten Weges auf sich nehmen. Im Gespräch mit dem Dalai Lama erfahren wir so einiges über uns und das Universum und am Ende bleibt ein Staunen über eine uns scheinbar immer noch an einigen Flecken unbekannte Welt, die ein anderes Ermessen von »Zeit« hat, als wir. Mit der für Herzog typischen »Aufbereitung der Wirklichkeit« im Kommentar und dieser ungewöhnlichen körperlichen Nähe der Kamera zu den Menschen wird das Unsichtbare sichtbar gemacht. Die Bewegung kommt hier nicht auf den ersten Blick zum Vorschein, sondern vielmehr ist sie versteckt zu finden: durch den Regisseur, der sich treiben lässt und filmt, was ihn gerade interessiert, durch die Pilger, die »die Welt mit ihren Körpern vermessen«, und am Ende natürlich auch durch die Weltanschauung des Buddhismus, die sich immer schon der Spiritualität des Fließenden widmete. - ZWICKL - Dokumentarfilmtage
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Die Geschichte vom weinenden Kamel (Orginalfassung mit deutschen Untertiteln)
📣 02.10. 20:00: LICHTWERK Kino Schwandorf: Irgendwo in den unendlichen Weiten der Wüste Gobi leben fernab der Zivilisation vier Generationen der Familie Amgaa. Die Viehzüchter sind Nomaden, die auf ursprüngliche Art und Weise in Jurten leben und durch ihr Leben und Arbeiten tief mit der Natur und deren Gegebenheiten verbunden sind. Als im Frühjahr die ersten Kamelfohlen geboren werden, werden diese mit geschmückten Halftern freudig empfangen. Eine Kamelstute verstößt ihr weißes Junges jedoch nach einer schweren Geburt. Als die Mutter auch nach langem Zutun der Familie ihr Junges noch immer nicht annimmt, sehen die Hirten nur noch eine Möglichkeit, um das Fohlen vor dem sicheren Tod zu bewahren. Die beiden Söhne werden losgeschickt, um in der nächsten Siedlung einen Geigenspieler zu finden, der durch ein altes musikalisches Ritual die Kamelmutter zum Weinen bringen soll. Nur so kann der Legende nach die Liebe zu ihrem Fohlen wieder geweckt werden. Mit ihrem Abschlussfilm der Filmhochschule München haben die Mongolin Bayambasurenund der Italiener Luigi Fatorni einen wunderbar poetischen Dokumentarfilm geschaffen, der auf eine ruhige, unaufdringliche Art den Zuschauer in die einfache und entschleunigte Welt der mongolischen Hirtennomaden eintauchen lässt, die sich zwar dem Wandel der Zeit nicht entziehen kann, in der es aber immer noch Platz für Wunder und Märchen gibt. - ZWICKL - Dokumentarfilmtage
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